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Biografie
Literaturbezüge

Die ersten musikalischen Eindrücke empfing der in Beckenried auf dem Heimwesen «Untergass» aufgewachsene Bauernsohn und Spross einer neunköpfigen Familie im Elternhaus. Der Vater spielte Mundharmonika, eines der Geschwister Handorgel. Doch das Interesse des jungen Joe Käslin, der in Beckenried Schreiner lernte und hernach in Luzern noch eine kaufmännische Lehre durchlief, galt zuallererst dem Wettkampfsport. Als Kunstturner holte er sich 35 Lorbeerkränze und zwei eidgen6ssische Kränze, und auch im Skirennsport machte er von sich reden. Er war schon dreissig, als er sich, angeregt durch den Handorgelspieler Josef Käslin (1937-1989, genannt «Tal-Sepp»), ein Akkordeon anschgffte und das Handorgelspiel bei Marcel Müller in Beckenried erlernte. Noch im selben Jahr, 1963, tat er sich mit Marcel Müller zum Handorgelduo MüllerKäslin zusammen. 1966 entstand das Handorgelduo Käslin-Käslin, das ihn mit Josef Käslin, dem «Tal-Sepp», zusammenführte, unterstützt durch dessen Bruder Ernst Käslin, Bassgeige, und den 1970 verstorbenen Klavierspieler Xaver Betschart, den schliesslich Tony Grüniger ersetzte. Um ihn von seinem gleichnamigen Spielkollegen zu unterscheiden, wurde er fortan «Joe» geheissen. Neben seinem Musiktalent zeichnete er sich innerhalb des Quartetts Käslin-Käslin auch als Unterhalter aus, so durch das Jodeln, das ihm Kaspar Gander beigebracht hatte. 1968 erschien seine erste Schallplatte. Bislang als Organisations- und Personalchef einer Versicherungsgesellschaft tätig, begab er sich 1976 selbst unter die Schallplattenproduzenten und wurde Alleininhaber der Firma Phonoplay, Luzern. Mit etlichen Schlagern im Volkston, zu denen er die Worte und teils auch die Musik schrieb, erzielte er zum mindesten einen lokalen Erfolg («SMarie hed Holzschueh aa»). In die Schlagzeilen und in Fernsehsendungen brachte ihn nicht Zuletzt die Skiweltmeisterin Erika Hess, die «KäslinKäslin» als ihre Lieblingsformation bezeichnete. Joe Käslin, seit 1980 in Meggen daheim, ist bisher neben ungezählten Radiosendungen seit 1970 mit 50 Eigenkompositionen hervorgetreten und gastierte im Kreis seiner Spielgefährten sechsmal in den USA, je zweimal in Argentinien und Brasilien usw.



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